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Description
Jeden Tag die neuesten technischen Innovationen serviert bekommen, noch bevor die restliche Welt davon erfährt? Und damit – zumindest teilweise – in die Fußstapfen eines der größten Physiker überhaupt treten? Klingt surreal? Nicht im Österreichischen Patentamt!
Denn wie schon Albert Einstein brüte ich als Patentprüferin täglich über diversen Erfindungen aus den verschiedensten technischen Gebieten. Zentral dabei ist die Beurteilung der Erfindungen hinsichtlich ihrer Neuheit und ihrer erfinderischen Tätigkeit. Dafür ist einerseits ein entsprechendes technisches Verständnis der Erfindung notwendig, andererseits aber auch eine gewisse Sprachgewandtheit sowie eine Brise Kreativität, um unter den Abermillionen an Patentschriften die relevantesten aufzuspüren.
Und nicht zuletzt verlangt die Arbeit als Patentprüferin, mich immer wieder in neue Themengebiete einzulesen – auch in solche, die fernab jener Themen liegen, mit denen ich mich während meines Physikstudiums an der Uni Wien beschäftigt habe. Neugierde und Offenheit Neuem gegenüber gehören also ebenfalls zu meiner täglichen Arbeit.
Offenheit und Neugierde waren es wohl letztlich auch, die mich vor fast genau fünf Jahren dazu bewogen, mich nach Abschluss meines Studiums für die Stelle als Patentprüferin zu bewerben, ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben, was auf mich zukommen wird, da das Prüfen von Patenten – trotz prominenter Vorbilder – nicht unbedingt zu den gängigsten Karriereoptionen einer Quantenphysikerin zählt.
Wie sich mein Arbeitsalltag gestaltet, über welch absurd anmutende Erfindungen ich während meiner Recherchen stolpere und welche Aufstiegsmöglichkeiten es im Österreichischen Patentamt gibt, davon werde ich in diesem Vortrag erzählen.